Den alten Menschen während einem Spitalaufenthalt professionell zu beraten, verlangt besondere Sorgfalt und spezifisches Fachwissen: der Spitaleintritt ist für Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige fast immer mit Unsicherheit, Angst und offenen Fragen verbunden. Der grösste Teil der rehabilitierten Patientinnen und Patienten kehrt nach Spitalaustritt in die eigene Wohnung zurück. Bei unseren meist hochbetagten Patientinnen und Patienten braucht es aber oft stützende Hilfestellungen in ihrer Lebenswelt, z.B. Verstärkung des sozialen Netzes oder instrumentelle Hilfen wie einen Notruf. Wenn ein Eintritt ins Alters- oder Pflegeheim unumgänglich ist, erfahren dies alte Menschen als drastischen Einschnitt in ihrem Lebensverlauf. Die soziale Begleitung bewegt sich hier auf dem Grat zwischen Beraten, Motivieren und Fremdbestimmung (im Falle fehlender Urteilsfähigkeit).
